24.10., Cairns-Cardwell

Always look at the bright side of life!
Monty Python-Kenner haben's leichter...
Um kurz vor sechs müssen wir aufstehen, unsere sieben(hundert) Sachen packen und die Taschen vor die Tür stellen, damit sie in weiterer Folge von den männlichen Crew-Mitgliedern von Bord gebracht werden. Dichtes Programm bis zum Anlegen, da geht alles zackzack. Halb sieben Frühstück, halb acht Gruppenfotos, dann Verabschiedungen der Gäste untereinander, und um kurz nach acht steht die Crew aufgefädelt an Land, um sich von den Reisenden zu verabschieden. Schön war's, wenn auch nicht ganz, oder eigentlich überhaupt nicht, so erholsam wie geplant. Das lag vor allem am Wellengang, der uns doch viel an Schlaf und Kraft gekostet hat. Aber auch das dichte Programm mit Schnorcheln und vor allem Tauchen war natürlich aufregend. Aber vom Erlebnis her einzigartig, ich bin sehr froh, die Fahrt gebucht zu haben, wenn sie auch nach den Flügen die mit Abstand größte Kostenposition war (aber immerhin haben wir uns ums Essen nicht kümmern müssen...).

23.10., Ribbon Reef #3-Escape Reef


17:00 Uhr, ich sitze am Sonnendeck im Schatten, während wir Richtung Süden unserem letzten Ankerplatz entgegenfahren. Die vergangene Nacht war noch ruppiger als die erste, zumindest bis ca. 2 Uhr, als wir vor Anker gingen. Es ist ein sonniger Tag, der Wind hat ein kleines bisschen nachgelassen, der Wellengang ist also immer noch spürbar. Beim Schnorcheln an der Wasseroberfläche beutelt es einen schön durch. Aber der Reihe nach. Vorm und beim Frühstück ist die BRB sehr nervös, als sie realisiert, dass der Tauchgang heute nicht vom seichten Strand, sondern direkt vom Heck des Bootes losgehen soll. Unter uns Wasser bis zum Boden, der aber nicht sichtbar ist. Und irgendwo da draußen kreisen sicher Haie, die auch noch nix zum Frühstück hatten. Auf meinen fundierten Einwand (Dive Instructor Tony „What sharks?“), dass noch nie jemand angeknabbert wurde meint sie trotzig, einer, oder besser, eine, muss ja die erste sein…

22.10., Lizard Island

Wir schlafen wie die Steine und wachen erst um sieben durch die Frühstücksansage über den Lautsprecher auf. Hab mir zwar den Wecker gestellt, aber um eine Stunde zu spät. Egal, unser erster Tauchgang ist eh erst um 0930 angesetzt, also geht sich vorher noch ein gutes Frühstück aus (wobei wir hier an Bord nicht mehr ganz so reinhauen, da wir eh drei feste Mahlzeiten pro Tag bekommen). Die Führung durch den Maschinenraum muss ich allerdings auslassen und werde das ohne bleibende Schäden überleben. Am dritten Strand und zweiten Tauchgang unseres Aufenthaltes hier wurschteln wir uns schon mehr oder weniger selbständig ins Equipment und strampeln los Richtung Riff. Das Rausschwimmen im seichten Wasser gegen den Wind kostet Kraft, weshalb wir eine kleine Verschnaufpause vorm Abtauchen einlegen. Itte hat wieder ein bisserl mit dem Auftrieb zu kämpfen,kommt aber insgesamt schon recht gut zurecht. Im seichten Wasser reicht es, einmal ein bisserl zu lang auf den Aufblasknopf der Weste zu drücken, und schon dümpelt man an der Oberfläche. Übung macht den Meister. Wir sehen wieder viele Riesenmuscheln, eine „stachelige“ Riesenseegurke und viele Fischerln. Im Wesentlichen sehe ich den Tauchgang aber eher als Vorbereitung Ittes für den Nachmittag, wenn wir am Ribbon Reef No. 9, unserem ersten Außenriff, vom Boot weg entlang des Riffs auf ca. 10 Meter Tiefe gehen wollen.