9.12., Bangkok

Letzter Tag, Leute! Wir schlafen gut und relativ lang, kommen nach dem Frühstück erst um kurz vor elf los, aber wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Beim Bankomaten vor dem Hotel lass ich meine Karte im Gerät stecken (komm aber erst am Abend im Hotel drauf), das sie wahrscheinlich nach ein paar Sekunden geschluckt hat. Ein Tuk-Tuk-Keiler sieht uns unschlüssig in die Karte schauen und meint, der Große Tempel hätte zwischen zwölf und eins zu (eine Geschichte, die wir heute noch mit wechselnden Uhrzeiten hören sollten). Er könne uns aber an den Fluss bringen lassen, kostet 100 Baht, oder 2 Euro fuffzig, und dort sollen wir doch ein longtail boat durch den Kanal nehmen, samt Einblicken in kleinere floating markets und die Schlafzimmer der am Wasser lebenden Bevölkerung.

8.12., Ko Lanta-Bangkok

Eintrag für gestern erst heute. Da war aber eh fast nur Reise angesagt. Also, in a nutshell: Um 12 geht's mit dem Schnellboot los, diesmal die Westküste der Insel rauf zum Festland, von dort wieder mit Kleinbus zum Flughafen Krabi. Die beiden Österreicher sind mit dabei, unsere Wege trennen sich am Flughafen. Dort kleines Mittagessen, um viertel fünf starten wir pünktlich Richtung Bangkok. Nach der Ankunft checke ich beim Emirates-Schalter die Lage betreffend Mitnahme von Kleidertaschen an Bord, sollte kein Problem sein.

7.12., Ko Lanta

Urlaubsausklang. Lang schlafen. Spät frühstücken. Relaxen am Pool. Relaxen im Pool. Relaxen im Zimmer. Spaziergang zur Massage am Strand. Affen im Resort entdeckt. Zurück ins Zimmer. Itte und Fotoapparat holen. Affen fotografieren. Massage genießen, während ein Wolkenbruch niedergeht. Ein bisserl ausspannen. Körperpflege, weil man ja schön sein will dort oben im Wald, im pipifeinen Hauptrestaurant mit Blick auf die Bucht und den Horizont ganz weit weg im Westen. Rauffahren mit dem Haustaxi, weil man sonst zu viel transpiriert.

6.12., Hin Muang

[Morgen wird sie die Ruhe im Resort und am Strand genießen, kein Lernstress, keine Prüfungssituation, während ich...] ...wieder aufs Meer rausfahre, um in Hin Muang und Hin Daeng (zwei Riffe 50 km vor Ko Lanta) die Mantas zu (be)suchen. Die kommen dort regelmäßig hin, weil sie sich von den im Riff wohnenden Putzerfischen säubern lassen wollen. Die Riesenrochen haben die anderen Taucher und ich in drei Tauchgängen zwar leider nicht vor die Brillen und Linsen bekommen, aber es war dennoch insgesamt ein wunderbarer Tag, mit optischen Eindrücken, die ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte.

5.12., Ko Haa

Ein Super-Tag! Prachtvolles Wetter, wir fahren wieder kurz nach acht zur Felsengruppe Ko Haa. Tauchgänge drei und vier vom Open Water Diver Course stehen auf dem Programm mit Tiefen von bis zu 18 Metern. Der erste inkludiert noch ein paar Übungen, die wir gestern schon im Pool gemacht haben. Die wichtigste davon ist der kontrollierte Notaufstieg aus 5 Metern, den wir beim ersten Mal schaffen sollten, da wir sonst durch die Wiederholung(en) zu viel Zeit für den Aufenthalt in der Tiefe verlieren.

4.12., Ko Lanta

Kurzer Abriss des heutigen Tages: dritter Tag des Tauchkurses, Vormittag Unterricht mittels Videos, Wiederholungsfragen und abschließendem Test. Bestanden! Dann im Pool diverse Übungen für Fortgeschrittene, Gerät unter Wasser ab- und wieder anlegen, Rettungsübungen, Atmen aus dem defekten Atemregler etc. Wir sind aber schon um halb drei fertig. Itte genießt die Ruhe am Pool, ich eine Fußmassage am Strand. Morgen Vertiefung wieder im Revier von Ko Haa mit zwei Tauchgängen bis auf 18 Meter. Und am Samstag, da wird's dann richtig interessant für mich, weil... Hehe, klassischer Cliffhanger.

3.12., Ko Haa

Tag 2 des Open Water Tauchkurses (für die Landratten: als Absolvent darf man unbeaufsichtigt bis auf 18 Meter tauchen). Wir fahren kurz nach acht mit dem Tauchboot los, mit uns eine bunte Truppe an bereits zertifizierten Taucherinnen und Tauchern. Nach einem rustikalen Frühstück am Oberdeck kommen wir um halb neun auf Ko Haa, einer Ansammlung von Felsen, an und schauen, dass wir ins Wasser kommen. Wunderbar klar, es ist wie im Aquarium! Beim Reinspringen glaubt man, das ist die Badewanne, auch was die Temperatur betrifft (30°). 

2.12., Ko Lanta

Nur ein kurzes Lebenszeichen. Wir sind nicht abgesoffen beim Tauchkurs, aber Fotos davon gibt's keine. Vormittag Theorie, Nachmittag Praxis im Pool inklusive diverser Notfallsmanöver wie Brille abnehmen und wieder aufsetzen oder Luft abdrehen und Mundstück wechseln (alles unter Wasser, Mann!!). War spannend, manchmal lustig, unterm Strich recht anstrengend. Das Abendessen haben wir uns redlich verdient, samt mit Feuerstäben und -kugeln jonglierenden Burschen.

1.12., Ko Lanta

So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, etc. Kein Schmarrn, von A wie spätes Aufstehen über F wie Frühstück, M wie Meer oder Massage, S wie Sonne oder Schlaferl zu Mittag bis zu W wie wahnsinnig gutes einfaches Abendessen direkt am Strand, ein Traum! Ich will keinen Roman drüber schreiben, hänge einfach ein paar Bilder ins Netz und setz mich mit dem Tablet ins Bett, um vorm Einschlafen, es ist immerhin schon halb zehn vorbei, noch den Reiseblog von Katharinas Freund Clemens zu studieren.

30.11., Bangkok-Ko Lanta

Nur ganz schnell, bin hundemüde und muss ruhen. Aufgestanden, unnötigen Ballast aus den Reisetaschen in die Reservetasche gepackt (zwecks Abspecken auf zwei mal 20 kg), gefrühstückt, ausgecheckt, mit dem Hotel-Auto zum Schneider zur Anprobe gefahren, passt, weiter zum Flughafen, nach Krabi geflogen, mit dem Resort-Kleinbus eine Stunde zur Küste gefahren, dort ins Resort-Boot gestiegen (500 Pferdchen schieben munter an), halbe Stunde Fahrt durch ein Paradies von einer Insellandschaft, angekommen, Zimmer bezogen, an den Strand runter zum Essen, gut war's, wieder rauf, Dusche, Feierabend. Das Resort ist ein Hammer, das Zimmer wunderschön. Mehr in den folgenden Einträgen. Zehn Uhr durch, Licht aus.

Schöne Fotos!




29.11., Bangkok

Marmortempel

Bangkok ist nichts für schwache Nerven, sogar die meiner BRB kommen da manchmal ein wenig ins Flattern. Der Verkehr, der Gestank, der Smog, die Wassermonster, die drückende Schwüle und finsteren Gassen. Andererseits: prächtige Tempel, freundliche Menschen, gute Schneider und günstiges Essen. Der Tag war jedenfalls sehr aufregend in vielerlei Art. Mit einem üppigen Frühstück gestärkt fragen wir in der Rezeption gleich einmal nach dem Wichtigsten, einer Empfehlung für eine Schneiderei.

28.11., Auckland-Bangkok

Die Nacht war in der Tat kurz. Und irgendwas muss im Essen oder Wein gewesen sein, das mir Kopfschmerzen verursacht. Wir schleppen uns hundemüde um vier Uhr aus dem Hotel ins Shuttle, das uns in 10 Minuten zum Airport schupft. Dort sind wir nicht allein, einchecken, Passkontrolle und Security dauern alle ziemlich lang, und beim Boarden bin ich echt am Ende meiner Kräfte. Ein Mistkübel im Finger zum Flugzeug ist zwar auf Englisch und Chinesisch dahingehend beschriftet, dass man doch bitte nicht hineinspucken möge, aber vom Nichthineinkotzen steht nix drauf. Ich erwisch ihn grad noch, und dann geht’s mir etwas besser. Die Beinfreiheit im Flieger nach Sydney ist zwar wie üblich ein Witz, aber ich kann dennoch ein wenig schlafen. Vom Frühstück esse ich aber nur ein paar Happen.

27.11., Coromandel-Auckland

Wir schlafen lang und setzen unseren Vorsatz des Abends um, uns keinen Stress zu machen, in Ruhe zu frühstücken, das Auto fertig für die Rückgabe zu machen und erst dann gemütlich loszufahren. Alternative wäre die Fahrt mit einer Schmalspurbahn ein paar Kilometer weiter gewesen, die sehr schöne Ausblicke auf die Umgebung geboten hätte. Aber einmal muss Schluss sein, und das wäre nur eine Hetzerei geworden. Also machen wir Klarschiff und fahren zu Mittag los.

26.11., Rotorua-Coromandel

Wir treffen uns um kurz vor neun mit Karoline und Lisa im Café der örtlichen Bücherei und genießen bei Sonnenschein unser erstes Frühstück in NZ draußen. Lisa muss nach einer Stunde zum vereinbarten Frisörtermin, aber wir drei bleiben noch eine weitere Stunde. Wir haben uns genau zwei Monate nicht gesehen und einander viel zu erzählen. Und so kommen wir erst kurz vor Mittag aus Rotorua raus, haben aber eine ziemlich lange Fahrt zur Coromandel-Halbinsel im Nordosten vor uns. Mitten durchs Land würd’s zwar schneller gehen, meint das Navi, aber wir wollen was von der Küste sehen und fahren also außenrum.

25.11., Clifton-Rotorua

Wir frühstücken im Auto mit direktem Meerblick und kommen wieder einmal ein bisserl zu spät weg. Zu spät ist natürlich ein dehnbarer Begriff, weil wir ja keinen fixen Termin haben. Aber was man in der Früh später wegkommt, kann man halt untertags weniger machen, einfacher Zusammenhang. Der Lake Taupo ziemlich genau in der Mitte der Nordinsel ist nur zwei Stunden entfernt. Der See liegt auf einem der stärksten Vulkane der Erde, einer von wenigen, die für ein globales Artensterben vor zigtausend Jahren verantwortlich sind.

26.11., Zwischenbericht

Einträge von gestern und heute folgen noch, vielleicht morgen, vielleicht erst in ein paar Tagen aus Thailand... Heute letzter "richtiger" Tag in NZ, schöner Abend mit BBQ am super eingerichteten Campingplatz außerhalb von Coromandel. Schön war's, aber jetzt freuen wir uns auf den Erholungsurlaub :-). Das Foto ist unbearbeitet, so hat's da wirklich für eine gute Viertelstunde ausgesehen! Itte ist extra vom Abendessen aufgestanden, um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Ich hab nur widerwillig mein Wild im Stich gelassen, hat sich aber dann doch ausgezahlt. Morgen nach Auckland, Auto retourgeben, Taschen umpacken, ein bisserl schlafen und am Freitag um ca. 3 Uhr aufstehen, der Flieger nach Sydney geht um 6.

24.11., Wellington-Clifton

Ziemlich lange Fahrt, aber schön. Sowohl was das Wetter betrifft, als auch die Gegend. Viel Grün, viele sanfte Hügel, einmal aber auch in etwas Entfernung im Hinterland im Westen schneebedeckte Gipfel. Wir machen uns keinen Stress. Ziel ist Clifton, ein kleiner Ort an der Ostküste, in dessen Nähe man eine Kolonie von Basstölpeln besichtigen kann, entweder allein zu Fuß acht Kilometer in eine Richtung marschieren, oder auf Anhängern sitzend vom Traktor gezogen werden.

23.11., Wellington

Ein guter Tag beginnt ohne Wecker. Und mit Sonnenschein. Und mit einem Frühstück inkl. Eier und Speck (mit dem Nebeneffekt, dass zwei mal der Rauchmelder losgeht und das Auto noch jetzt am Abend nach verkohltem Schweinebauch stinkt). Ausgeschlafen machen wir uns um elf (der Campingplatz ist schon recht verwaist) auf den Weg ins 12 km entfernte Zentrum von Wellington. Wir parken das Auto beim Te Papa Nationalmuseum, nutzen aber erst einmal das schöne Wetter, um entlang der Hafenfront zu bummeln, den Fischern beim Zerlegen des Fangs und den Ruderern beim Auslaufen zur Regatta zuzuschauen. Die Innenstadt ist sehr schön und teilweise kontrastreich mit alten und neuen Gebäuden. Und überschaubar, alles ist zu Fuß gut erreichbar.

22.11., Kaikoura-Wellington

Drive-day. Wir brechen um neun Uhr von Kaikoura auf, damit wir eine entspannte Fahrt ins zwei Stunden entfernte Picton haben. Um viertel eins müssen wir beim Fährterminal spätestens einchecken. Surprise, es ist fast windstill. Fährt sich gleich viel angenehmer. Aber nur 20 Minuten lang, dann bläst es wie gehabt und stärker. Und nach einer Stunde schüttet es dazu. Egal, wir haben heute eh nichts vor. Um halb zwölf sind wir in Picton, parken uns auf der Boarding Lane ein und machen es uns hinten im Wohnraum gemütlich.

21.11., Kaikoura

Motto des Tages: "Die mit den Seals schwimmen". Klingt besser als gestern, ist es auch! Wir sind um 0720 bei der Whalewatching-Station gleich ums Eck vom Campingplatz. Die Anzeigetafel zeigt für unsere Tour "ideal sea conditions", und das tut sie laut der Lady beim Security Briefing nachher nur rund fünf mal im Jahr. Gut so, gestern und vorgestern mussten sie alle Touren wegen des starken Windes canceln. Es ist zwar stark bewölkt, aber fast windstill, und so jettet der Katamaran kurz nach acht flott über das glatte Meer. Mit einem Hydrophon lokalisiert man das Objekt der Begierde, einen Pottwal, der grad bei der Jagd nach Tintenfischen ist. Je nachdem, ob er klickt oder brummt, kann man erahnen, was er grad tut (ich hab keine Ahnung, was womit zusammengeht).